Zwei Spezialisten gemeinsam und schnell zu Beatmungsgeräten für die COVID-19-Behandlung
Ampcontrol, Australien: Beckhoff bietet Produkte und Unterstützung für den Bau der Ventasys-Beatmungsgeräte
Zwei Spezialisten gemeinsam und schnell zu Beatmungsgeräten für die COVID-19-Behandlung
Als die Welt im März 2020 in den Kampf gegen die Pandemie eintrat, wurde klar, dass der weltweite Mangel an lebenswichtiger medizinischer Ausrüstung die Fähigkeit von New South Wales (NSW), auf die eskalierende Krise zu reagieren, beeinträchtigen könnte. Nach einem Aufruf an die Industrie und ihre universitären Partner startete NSW Health ein Rapid-Innovation-Projekt, um zu untersuchen, wie mit neuen Ideen Beatmungsgeräte zur Unterstützung der Beschäftigten an vorderster Front zur Verfügung gestellt werden können. Daran beteiligt sind auch die beiden Spezialisten Ampcontrol und Beckhoff.

Ampcontrol, ein führendes, 1968 in Newcastle, Australien, gegründetes Ingenieurunternehmen, reagierte im März 2020 auf den „Aufruf zur Bewaffnung“ der Regierung von NSW, um eine lebensrettende Notfallbeatmungslösung während der COVID-19-Pandemie zu entwickeln. Rod Henderson, Managing Director & CEO von Ampcontrol, sagte: „Wir sind so ungemein stolz darauf, unseren Teil dazu beitragen zu können und dieses wichtige Gesundheitsprojekt bei der Herstellung von Notfallbeatmungslösungen zu leiten. Zu wissen, dass unser Beatmungsgerät im Kampf gegen COVID-19 helfen könnte, Leben zu retten, ist unglaublich." Beckhoff Australien hat dieses Projekt von Anfang an eng begleitet und erfolgreich eine effektive und zuverlässige Steuerungslösung geliefert. Nick Psahoulias, Geschäftsführer von Beckhoff Australien, betont: „Durch die Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Ziel können wir in kurzer Zeit Großes erreichen.“

Erster funktionsfähiger Prototyp in nur 18 Tagen entwickelt

Nach einem Aufruf an die Industrie und universitäre Partner meldeten sich fünf Gruppen zur Entwicklung von Prototyp-Beatmungsgeräten. Das Ventasys-Beatmungsgerät von Ampcontrol ist eine von zwei Lösungen, die für die weitere Entwicklung und Erprobung ausgewählt wurden, um die regulatorischen Anforderungen in einem Vorproduktionsstadium zu erfüllen. Die Ingenieure von Ampcontrol entwickelten und lieferten in nur 18 Tagen den ersten funktionsfähigen Prototyp des Notfallbeatmungsgeräts an die Simulationsabteilung des John Hunter Hospital zur Erprobung durch Fachärzte.

Rebecca Wark, Chief Executive für Gesundheitsinfrastruktur, sagte, Partnerschaften und Zusammenarbeit seien
unerlässlich für den Erfolg dieses Projekts: „Unsere Partner haben uns geholfen, innovativ zu sein und große Herausforderungen schnell zu lösen. Die Zusammenführung der Industrie- und Universitätspartner hilft uns dabei, kreative Lösungen für die Herausforderungen zu entwickeln, denen wir nicht nur heute mit COVID-19, sondern auch in Zukunft gegenüberstehen."

„Ampcontrol begann mit der Entwicklung von vier verschiedenen Gerätekonzepten, wobei 15 bis 20 multidisziplinäre Ingenieure rund um die Uhr arbeiteten, um in nur vier Wochen ein funktionierendes Beatmungsgerät zu liefern. Mit der vollen Unterstützung der Konstruktions- und Fertigungsabteilungen von Beckhoff konnte dieser Zeitrahmen eingehalten werden", sagte Nick Psahoulias.

Die Beckhoff-Steuerungslösung

Der Ventasys-Ventilator ist mit dem 15,6-Zoll-Multitouch-Control-Panel CP3916 von Beckhoff und einem Ultra-Kompakt-Industrie-PC C6015 (mit Intel-Atom®-Prozessor, 4 Cores) als PLC-Steuerung und HMI-Lösung ausgestattet. Für die modernisierte und benutzerfreundliche grafische Bedienoberfläche sorgt die Software TwinCAT 3 HMI. Sie erfüllt optimal die umfangreichen technischen Anforderungen dieser Anwendung, z. B. die historische Datenaufzeichnung. Spezielle I/O-Komponenten, z. B. EtherCAT-Druckmessklemmen und EtherCAT-Box-Module, sparen Entwicklungszeit.

Fertiggestellte Ventasys-Beatmungsgeräte von Ampcontrol

Fertiggestellte Ventasys-Beatmungsgeräte von Ampcontrol

Ampcontrol-Auszubildender Michael Cotton bei der Arbeit an einem Ventasys-Beatmungsgerät

Ampcontrol-Auszubildender Michael Cotton bei der Arbeit an einem Ventasys-Beatmungsgerät